Geschichte

Im Jahre 1969 suchte Werner Drautz als kegelsportbegeisteter Mitarbeiter der FIAT AG in Heilbronn gleichgesinnte Kolleginnen und Kollegen zur Gründung einer Betriebssportgemeinschaft. Es fanden sich so viele Kegler, dass die Herren unter der Bezeichnung FIAT und die Damen als FIAT Fortuna bis Mitte 1971 an den Spielrunden für Betriebssportgemeinschaften teilnahmen. Damalige Trainings- und Wettkampfstätte waren die Kegelbahnen der Olgagaststätte in Heilbronn. Ab Herbst 1971 spielten die Mannschaften erstmals innerhalb des WKBV bei den Sportkeglern mit. Gleichzeitig mietete man sich auf den Bahnen der TG Heilbronn ein. Nachdem man Ende 1976 das Eingliederungsangebot der TG Heilbronn abgelehnt hatte, musste man sich wiederum nach einer neuen Sportstätte umsehen und wurde in Heilbronn-Neckargartach in der Gaststätte Höhenblick fündig. Zuerst waren nur drei Bahnen vorhanden, aufgrund anstehender Modernisierungs- und Renovierungsarbeiten durch den Eigentümer konnte erreicht werden, dass die Bahnanlage um eine weitere Kegelbahn auf nunmehr vier Kegelbahnen mit automatischer Anzeige erweitert wurde. Zum Jahresbeginn 1977 lösten sich die Betriebssportgemeinschaft FIAT offiziell auf und ein eigenständiger Verein, die KSG (Kegelsportgemeinschaft) Heilbronn, wurde gegründet. 1980 nahm die damalige Vereinsführung Kontakt zum ASV Heilbronn auf, denn aufgrund der anstehenden Landesgartenschau plante der ASV einen Umbau seines Vereinsheims mit Einbau von vier Kegelbahnen. In diesem Zusammenhang wurde der KSG Heilbronn angeboten, als Kegelabteilung dem ASV beizutreten. Mit der Aussicht auf eigene Kegelbahnen und der spürbaren finanziellen Entlastung der einzelnen Mitglieder trat man als Kegelabteilung dem ASV Heilbronn bei. Als die endgültige Planung für die Landesgartenschau vorlag, wurde dem ASV Heilbronn von Seiten der Stadt Heilbronn mitgeteilt, dass es für sein Vereinsheim keine Kegelbahnen geben würde, da sich in dem nur wenige Meter entfernten Vereinsheim des HSV Heilbronn bereits Kegelbahnen befanden. Die Enttäuschung für die Keglerinnen und Kegler war riesengroß, zumal der Zustand der Kegelbahnen und das Engagement des Pächters zunehmend schlechter wurden. Zu Beginn des Jahres 1984 wurden von der damaligen Abteilungsführung unter Gerhard Leibbrand erste Gespräche zwecks einer Eingliederung als weitere Abteilung mit den Verantwortlichen der Spvgg Frankenbach geführt. Am 01. September 1984 war es dann soweit, die Kegelabteilung trat der Spvgg Frankenbach bei. Im Frühjahr 1985 unterbreitete der TSV Fürfeld den Keglerinnen und Keglern das Angebot, auf die dort neu gebauten Bahnen zu wechseln. Dieses Angebot führte zum Bruch innerhalb der Abteilung, ein Teil der Mitglieder trug die Entscheidung nach Fürfeld zu gehen nicht mit und verließ die Kegelabteilung. Die verbliebenen Keglerinnen und Kegler begannen im Sommer 1985 mit dem Trainingsbetrieb, im Herbst wurde der Spielbetrieb der Saison 1985/1986 aufgenommen. Zum Ende dieser Saison schaffte Herta Kügler mit ihrem WÜRTTEMBERGISCHEN MEISTERTITEL den bis dahin und in den Folgejahren höchsten Abteilungserfolg. Die Mannschaften machten indes immer wieder mit vorderen Plätzen in ihren Ligen auf sich aufmerksam. Das Bestreben, auch Kinder und Jugendliche aus Frankenbach für den Kegelsport und das Vereinsleben zu begeistern, scheiterte daran, dass Fürfeld für die Eltern zu weit war um ihre Kinder zum wöchentlichen Training zu fahren. Mit ein Grund, warum so sehnlich auf den Bau des Vereinsheimes in Frankenbach gewartet wurde. Mit dem Spatenstich 1995 war dies dann endlich so weit und entsprechend war die Bereitschaft der Kegelabteilung, ihren Beitrag mit zahlreichen Arbeitseinsätzen beim Neubau zu leisten. Mit der offiziellen Einweihung am 03. Oktober 1997 war die Kegelabteilung nach vielen Jahren auf fremden Bahnen im Heimathafen Frankenbach angekommen. Endlich ergab sich damit die Möglichkeit eine Jugendabteilung zu gründen. Gleich der erste Aufruf war ein voller Erfolg. Auf der Kegelbahnanlage Frankenbach wimmelte es nur so von jugendlichen Interessenten. Dank dem engagierten Einsatz aller für die Jugendarbeit verantwortlicher Mitglieder konnte rasch mit einem geregelten Jugendtraining begonnen werden und bereits im Folgejahr die erste Jugendmannschaft zur Spielrunde angemeldet werden. Es folgten drei weitere im Verlaufe der Zeit. Mit zeitweise vier Jugend- mannschaften zählte damit die Spvgg Frankenbach im Sportkegeln- Jugendbereich zu den meist vertretenen Vereinen. Die erfolgreiche Jugendarbeit spiegelt sich auch in den immer wieder erreichten vorderen Plätzen und Meisterschaften, auch ein Großteil der Herrenmannschaften wird inzwischen von Eigengewächsen gestellt. Nach den vorherigen Meistertiteln - Erfolgen bei den Jugendeinzelmeisterschaften auf Kreis- und Bezirksebene sind als weitere Höhepunkte die Vizemeisterschaft durch Kerstin Vogt und der dritte Platz von Steffen Hermann bei den württembergischen Jugendmeisterschaften zu erwähnen. Beide waren damit zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Dieses erfolgreiche Abschneiden hat Kerstin Vogt dann noch 2010 als württembergische Meisterin gesteigert und damit der Kegelabteilung nach 25 Jahren wieder diesen Meister-Titel beschert. Aber auch bei den Erwachsenen ging es auf den Heimbahnen aufwärts. In qualitativer Hinsicht dank der nun besseren Trainingsmöglichkeiten, was die zahlreichen Pokale und Meisterwimpel widerspiegeln und bezüglich der Mitgliederzahl. Dies ermöglichte zeitweise einen Spielbetrieb mit bis zu fünf Damen- und Herrenmannschaften. Die Damen I spielt seit vielen Jahren erfolgreich in der Oberliga Nordwürttemberg, die Herren-Mannschaften sind in der Bezirksliga und Kreisklasse Mittlerer Neckar vertreten. Von den Keglerinnen und Keglern der ersten Stunde sind heute noch Irene Winkle, Lieselotte Leibbrand und Oskar Breitenbücher Mitglieder der Kegelabteilung, wobei unsere Lilo immer noch am aktiven Spielbetrieb teilnimmt. Dank der Weitsicht und dem unermüdlichen Einsatz unseres jetzigen Ehrenmitglieds Gerhard Leibbrand können wir auf 25 Jahre Kegelsport in Frankenbach zurückblicken und stolz auf unsere Leistungen und erzielten Erfolge sein. Von 2010 bis Heute, gibt es Berichte der Abteilung in einem schriftlichen Ordner, auf der Kegelbahn und zuletzt auf der Webseite.